Sicherheit von Schwimmhilfen: Vorsicht vor Ertrinken – nur die BEMA Schwimmhilfe ist gut

BEMA Schwimmflügel überzeugen die Tester

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Der Schwimmsitz von Seruna hat erhebliche Sicherheitsmängel und hätte gar nicht in den Handel gelangen dürfen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest. Die Aufsichtsbehörde hat den Verkauf inzwischen gestoppt.

Von den 20 Schwimmhilfen im Test war nur eine rundherum gut oder sehr gut, die Schwimmflügel von Bema für 8 Euro (hier auf Amazon bestellen). Viele waren entweder nicht sicher, mit Schadstoffen belastet oder nicht richtig gekennzeichnet. Die Ergebnisse veröffentlicht die Stiftung Warentest in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test.

Einfach und gut: Die Schwimmflügel von BEMA. (Foto: BEMA)
Einfach und gut: Die Schwimmflügel von BEMA. (Foto: BEMA)

Eine Schwimmhilfe, die am Körper getragen wird, ist kein Spielzeug, sondern eine persönliche Schutzausrüstung gegen Ertrinken – und deshalb sollten Eltern zuallererst auf die Kennzeichnung EN 13138 achten. Nur solche Schwimmhilfen entsprechen den strengen europäischen Sicherheitsnormen. Vier der getesteten Produkte hielten diese Anforderungen nicht ein.

Besonders gefährlich ist der Schwimmsitz von Seruna: Das Badeboot kenterte im Test schon beim einfachen Sitzen. Solche spielzeugähnlichen Schwimmsitze sind in Europa verboten, weil damit Ende der 1990er Jahre Kinder verunglückt sind. Aber auch die Schwimmsitze von Beco und Bestway sind nicht sicher. Fällt eine Luftkammer aus, kann das Kind mit dem Gesicht ins Wasser kippen. Zudem sind die Beinöffnungen zu groß – das verleitet zu große Kinder dazu, den Schwimmsitz zu benutzen. Sie könnten kentern.

Mehr als ein Drittel der getesteten Produkte ist stark mit Schadstoffen belastet. Phthalat-Weichmacher oder PAK sind in Cherek’s Kaulquappen, der Schwimmlernhilfe von Starfish, die Schwimmgürtel von Beco und Hudora sowie das Badeboot von Seruna. Bestimmte Phthalate gelten als fortpflanzungsgefährdend, einzelne PAK als krebserzeugend, fruchtschädigend oder erbgutverändernd.

Der ausführliche Test Schwimmhilfen ist in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/schwimmhilfen veröffentlicht.

Über Markus Burgdorf 84 Artikel

Markus Burgdorf ist Journalist aus Leidenschaft – er betreibt zahlreiche Verbraucherblogs zu aktuellen Themen. Als Kommunikationsberater berät er Unternehmen und Organisationen national und international.

1 Kommentar

  1. Vorsicht auch vor den Schwimmhilfen, die man an Urlaubsorten kaufen kann. Es ist besser, diese in Deutschland zu kaufen und in den Urlaub mitzunehmen.

    Die in den typischen Geschäften und Buden an Urlaubsorten angebotenen Schwimmhilfen sind meist das Geld nicht wert und billigst produzierte China-Ware, die zudem noch zu überteuerten Preisen angeboten werden.

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