Bau- und Immobilienkredite: Die besten Angebote

Auch Versicherungen entdecken das Geschäft mit Eigenheimfinanzierungen

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Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, spart durch den Vergleich der Immobilienfinanzierungsangebote leicht einen fünstelligen Eurobetrag. (Foto: Markus Burgdorf)
Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, spart durch den Vergleich der Immobilienfinanzierungsangebote leicht einen fünstelligen Eurobetrag. (Foto: Markus Burgdorf)

Die Zinsen für Baukredite sind gestiegen, doch es gibt noch immer Kredite unter 2 Prozent – bis zu 25 Jahre lang. Wer mehrere Kredit­angebote vergleicht, kann bei seiner Finanzierung einige Zehn­tausend Euro sparen. Das zeigt eine aktuelle Unter­suchung der Stiftung Warentest von mehr als 100 Banken, Vermitt­lern, Bausparkassen und Versicherern. Die besten Angebote für fünf Finanzierungs­modelle sind in der April-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest und online unter www.test.de/immobilienkredit veröffent­licht.

Die Preise für Wohnungen und Häuser steigen weiter und seit September sind auch die Baukredite um fast einen halben Prozent­punkt teurer geworden. Doch je nach Zins­bindung, Eigen­kapital und Immobilie unterscheiden sich die Zins­sätze in den Modell­fällen erheblich. Topangebote fand Finanztest in allen Varianten. Immobilienkäufer können sich Zinsen unter 2 Prozent sogar für die gesamte Lauf­zeit von 20 oder 25 Jahren sichern. Die Hypo­ver­eins­bank zum Beispiel, deren Kredite auch bei Vermitt­lern wie Planethome und Enderlein erhältlich sind, vergab ein Darlehen mit 20 Jahren Lauf­zeit zum Effektivzins von 1,65 Prozent. Bei teuren Banken war das gleiche Darlehen mit einer Kreditsumme von 180.000 Euro um fast 25.000 Euro teurer.

Banken und Kredit­vermittler versuchen nicht nur mit nied­rigen Zinsen, sondern auch durch ein vielfältiges Kredit­angebot zu punkten. Mit der Kombination aus Sondertilgungs­recht und varia­blem Tilgungs­satz bleiben Kreditnehmer flexibel. Solche Darlehen sind oft nicht einmal teurer als herkömm­liche Kredite mit festen Rück­zahlungs­bedingungen.

So funktionieren die Kombikredite (Grafik: Stiftung Warentest)
So funktionieren die Kombikredite (Grafik: Stiftung Warentest)

Drei Fragen an Jörg Sahr, Finanztest-Redak­teur

Wie viel Eigen­kapital sollte man mitbringen?

Das Ersparte sollte die Kauf­neben­kosten und darüber hinaus mindestens 10 bis 20 Prozent des Kauf­preises abdecken. Zu den Neben­kosten gehören die Grund­erwerb­steuer, Notar – und Grund­buch­kosten und die Maklerprovision. Zusammen sind das je nach Bundes­land bis zu 15 Prozent des Kauf­preises.

Mit welcher Tilgungs­rate muss man rechnen?

Am besten nutzt man die nied­rigen Zinsen, um den Kredit zügig zu tilgen. 3 Prozent Tilgung im Jahr sollten es mindestens sein. Wer in 20 Jahren schuldenfrei sein möchte, braucht bereits eine Anfangs­tilgung von mindestens vier Prozent.

Woran erkennt man ein gutes Kredit-Angebot?

Für die Finanzierung des Eigenheims sollte man mindesten drei Kredit­angebote einholen. Neben güns­tigen Banken und Vermitt­lern aus unserem Test sollte man auch bei Banken aus der Region oder der eigenen Haus­bank anfragen. Am besten vergleicht man die Kredit­angebote mit gleicher Zins­bindung anhand des Effektivzinses. Bei Kombikrediten der Bausparkassen ist der Gesamt­effektivzins entscheidend, der auch alle Gebühren und Sparbeiträge für den Bauspar­vertrag berück­sichtigt.

Der ausführ­liche Test erscheint in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 22.03.2017 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/immobilienkredit abruf­bar.

Über Markus Burgdorf 84 Artikel

Markus Burgdorf ist Journalist aus Leidenschaft – er betreibt zahlreiche Verbraucherblogs zu aktuellen Themen. Als Kommunikationsberater berät er Unternehmen und Organisationen national und international.

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